Presse


Zeitschrift Konzentrative Bewegungstherapie, Ausgabe 2019,
Jahrgang 36, Nummer 50
Im Karussell von Schmerzerleben und Identitätskrise
“Ich kenne mich nicht mehr.“
S. 27 – 39

KBT-Festschrift 2017 – Sonderheft der Zeitschrift Konzentrative Bewegungstherapie, Ausgabe 2017, Jahrgang 34, Nummer 48
Redaktion: Christine Breitenborn, Anke Hamacher-Erbguth
40 Jahre DAKBT – Meilensteine der Vereinsentwicklung
S. 26 – 69

Psychotherapie CIP-Medien 2017, Band 22-1
Christine Breitenborn, Anke Hamacher-Erbguth
„…und endlich traue ich mich!“
Emotionen regulieren mit Konzentrativer Bewegungstherapie
S. 37 – 51

Zulassungsarbeit zur Lehrbeauftragung des DAKBT
„Zur Phänomenologie des chronischen Schmerzen – Der KBT-spezifische Ansatz zur Affektdifferenzierung bei Patienten mit chronischer Schmerzerkrankung“
90 Seiten, zu bestellen bei der Verfasserin (€ 15,-)

Psychologische Medizin, 15. Jahrgang 2004, Nummer 1
Von der Fixierung zur Werdelust – Konzentrative Bewegungstherapie in der Behandlung chronisch Schmerzkranker
(S. 33 – 38)

Bayerische Schule, BLLV, 59. Jahrgang, 6. März 2006
Am Du zum Ich werden – Beziehungsnetzwerk Schule (S. 36 – 37)

Schattauer Verlag, Lehrbuch Konzentrative Bewegungstherapie
Chronischer Schmerz (S. 179 – 195)

Klinik Flachsheide, Bad Salzuflen
Körpertherapeut trifft Schmerz-Patient, Wochenendseminar 18. 5. 2001
Klinischer Beitrag „Wiederfindungs- und Werdelust und die Fähigkeit zur Ambivalenz“

Kinder- und Jugendpsychosomatik Krankenhaus München Harlaching
Harlachinger Gespräche 11. Juli 2001
KBT-Beitrag zur Podiumsdiskussion

Interdisziplinäre Schmerztagesklinik am Krankenhaus München Harlaching
Schmerzkonferenz 14. November 2001
„KBT in der Schmerztherapie anhand einer Falldarstellung“

Jahrestagung des Deutschen Arbeitskreises für Konzentrative Bewegungstherapie
Nürnberg November 2003
3-Tages-Seminar „Es geht nicht mehr (so) weiter! – Wenn Schmerzen Grenzen setzen – oder die Suche nach dem, was fehlt

Deutscher Schmerzkongress Leipzig 2004
Qualität in Forschung und Praxis – Voraussetzung für eine effektive Schmerztherapie
Praktikerseminar Konzentrative Bewegungstherapie

BLLV Artikel

Konzentrative Bewegungstherapie (KBT ® ) zur Gesundheitsförderung von Lehrkräften
Leben im Beziehungsdialog

Die moderne neurobiologische Forschung belegt, dass unsere Entwicklung als soziale Wesen lebenslang beeinflusst wird von Beziehungserfahrungen. Diese haben sowohl positive wie negative Auswirkungen auf unsere körperliche Belastbarkeit, auf unser seelisches Wohlbefinden und auf unser Sozialverhalten. Wohlergehen und Gesundheit sind ein untrennbar vernetztes biologisches, psychisches und soziales Zusammenwirken.

Professor Joachim Bauer formuliert: Lehren und Lernen findet nur in Beziehung statt. Dies zeigt, wie groß die Anforderungen im Lehrberuf sind und welch umfassende Auswirkungen diese haben: Können Lehrerinnen und Lehrer unter guten Bedingungen arbeiten, kann ihr Tun – wie auch in sozialen und medizinischen Berufen – eine Quelle für Wohlbefinden und Lebenssinn sein. Sicher sind solche Gedanken für viele bei der Berufswahl entscheidend gewesen. Jedoch hat sich die Situation im Berufsfeld von Lehrerinnen und Lehrern in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Über die vielfältigen gesellschaftlichen und berufspolitischen Ursachen ist erfreulicherweise schon viel geschrieben worden, deshalb gehe ich hier nicht näher darauf ein. Tatsache ist jedoch, dass die daraus resultierenden zunehmenden Arbeitsbelastungen gravierende Folgen für die Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern haben können. Hat der Dauerstress ein bestimmtes Maß erreicht, hemmt er das Immunsystem und verhindert die Erholung auch in Ruhephasen. Dann braucht man viel mehr Zeit für das gewohnte Arbeitspensum, ist müde und lustlos, hat auch in der Freizeit keinen Antrieb mehr und kann Erfolge nicht mehr genießen. So geraten Belastung und Entlastung aus dem Gleichgewicht und Burnout- und andere psychosomatische Erkrankungen entstehen.
Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT ® )

Zur Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen hat sich die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT ® ) bewährt. Sie wurde 1958 begründet von Prof. Helmuth Stolze und ist ein erprobtes Verfahren innerhalb der Psychosomatischen Medizin. Als tiefenpsychologisch fundierte körperorientierte Methode ist sie in über 100 meist psychosomatischen Kliniken etabliert. Außerdem gibt es KBT in therapeutischen Praxen, in Beratungsstellen, in der Erwachsenenbildung (auch im universitären Rahmen) und in der Arbeit mit Kindern und älteren Menschen. Auch auf den BLLV-Gesundheitstagen 2005 wurden KBT-Arbeitskreise angeboten.

In der KBT steht die Beziehungserfahrung im Mittelpunkt. Die Beziehung zum eigenen Körper, zu den eigenen Gefühlen und Gedanken sowie die Beziehung zu anderen Menschen: Im ganz klassischen Sinne also das Erleben unserer bio-psycho-sozialen Einheit. Wahrnehmung setzt sich zusammen aus Sinnesempfindungen und den in Nervenzell-Netzwerken gespeicherten Erfahrungen. Jede Bewegung hat eine Raum- und Zeitdimension. Bewegung in der KBT meint deshalb nicht nur die körperliche Bewegungsweise, sondern bezieht sich auch auf das, was uns innerlich „bewegt“, was unsere Gefühle und Gedanken in Aufruhr versetzt oder in Gleichklang bringt, was uns innerlich „berührt“. Im Verständnis der KBT stellt Bewegung einen Bezug zum Lebensweg dar, zum individuellen Gewordensein und zu den Entwicklungsmöglichkeiten – und alles geschah und geschieht über Beziehungserfahrungen. Dazu Martin Buber: „Der Mensch wird am Du zum Ich.“
Beziehungs-Netzwerk Schule

Steht eine Lehrerin / ein Lehrer vor einer Klasse (und wie viele sind es an manchen Arbeitstagen!), dann steht sie/er inmitten eines „Beziehungs-Netzwerkes“. Wäre es sichtbar, wäre es undurchschaubar! Sie selbst, jeder einzelne Schüler sowie die Schüler untereinander, alle sind mit ihren individuellen Beziehungserfahrungen anwesend und konstruieren ständig neue. Dies ist m. M. nach ein bisher vollkommen unterschätzter Belastungsfaktor. In meinem Arbeitsfeld (Psychosomatische Klinik) sind regelmäßige Teamsupervisionen seit Jahrzehnten Standard, um die Übertragungs- und Gegenübertragungssituationen klären und verarbeiten zu können.

Die Teilnahme an einer KBT-Gruppe ist selbstverständlich nicht als Ersatz für die dringend notwendigen berufspolitischen oder gesellschaftlichen Veränderungen gemeint und es geht auch nicht darum, sich noch besser an die unzulänglichen Verhältnisse anzupassen. Ziel ist einzig und allein die Erhaltung oder Wiederherstellung Ihrer Gesundheit!
Gesundheitsförderung für Lehrkräfte

Die KBT fördert die Sensibilisierung der Selbstwahrnehmung, damit Signale des Körpers, wie z. B. eine Anspannung des Kiefers oder eine Verspannung des Rückens, frühzeitig wahrgenommen und als Vorboten einer Stresserkrankung erkannt werden. Wir arbeiten nicht mit vorgefertigten Übungen. Was als aktuelles Thema in der Gruppen- oder Einzelarbeit zur Sprache kommt, wird in ein Bewegungs- oder Handlungsangebot übersetzt. Ebenso kann über das Wahrnehmen der momentanen körperlichen Verfassung eine unbewusste Thematik deutlich werden. Jedes KBT-Angebot spricht die körperliche Befindlichkeit, die Ebene der Gefühle und die der Beziehungserfahrungen an.

Dazu ein Beispiel: Ich leite die Teilnehmer zu einer bewussten Körperwahrnehmung an: „Ich stehe auf meinem Platz“. Den Kontakt der Füße zum Boden zu spüren, aufgerichtet zu sein, sich der Schwerkraft überlassen zu können, mit einer zwar reaktionsbereiten aber nicht angespannten Muskulatur, etc. Dabei verändert sich ohne willentliche Beeinflussung die Atmung, was beruhigend auf das vegetative Nervensystem wirkt. Wenn wir ein paar Minuten in diesem „konzentrativen Zustand“ ganz aufmerksam sind, tritt eine Veränderung unserer Selbstwahrnehmung ein, aus der heraus wir auch den Raum um uns herum und die anderen bewusster wahrnehmen. Gleichzeitig werden Assoziationsketten angestoßen und begleitende Gefühle und Gedanken in einen Sinnzusammenhang gesetzt.

Die Wahl dieses KBT-Angebotes kann verschiedene Gründe haben. Entweder sagte jemand in der Anfangsrunde: „Gestern war ich nach dem Unterricht wieder so erschöpft, dass ich zu gar nichts mehr imstande war!“ Oder: „Als ich morgens aufstand , war mir schon ganz flau im Magen, als ich daran dachte, wie anstrengend die 8 b gerade ist.“ Ebenso gut kann danach die Frage auftauchen: „Warum glaube ich denn eigentlich, ich müsste immer zu allem imstande sein? Warum fällt es mir so schwer, nein zu sagen?“ Im sich anschließenden Gespräch werden die Gründe dafür erforscht und neue Verhaltensweisen erarbeitet.

Langfristiges Ziel ist die – im wahrsten Wortsinn – „selbst-bewusstere“ Gestaltung aller Lebensbereiche. Sich während des Tuns, ob in der Schule oder beim Gang zum Briefkasten, immer wieder auf sich selbst zu besinnen, fördert unsere Distanzierungsfähigkeit und macht uns gleichzeitig wacher und sensibler für die Wahrnehmung unserer Beziehung zu uns selbst und anderen.

Christine Breitenborn

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