Arbeitsgebiete


Im Rahmen der Weiterbildung des DAKBT

 

Narzissmus – Narzisstische Persönlichkeitsstörung

Narzissmus ist in jedem von uns mehr oder weniger stark ausgeprägt. Im richtigen Maß fördert er die Selbstwertregulation, in ungesunder Form zeigt er sich in übertriebener Selbstlosigkeit oder in beziehungsschädlicher Überheblichkeit. Immer ist es ein Verhaftetsein an eine Überlebensstrategie, mit der Verletzungen des kindlichen Selbst kompensiert wurden um unerträgliche Selbstzweifel und Einsamkeit zu umgehen. In ausgeprägter Form entwickelt sich daraus eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Wir wollen die Schwierigkeiten verstehen, die Menschen mit narzisstischer Persönlichkeitsakzentuierung in der KBT erleben. Worauf müssen sich KBT-TherapeutInnen einstellen? Wie können wir die zentralen Bedürfnisse der Patienten erkennen und damit umgehen?

Kursleitung: Christine Breitenborn

Datum: Freitag, 05.07.2019 bis Samstag 06.07.2019

 

Die therapeutische Beziehung in der KBT

Als KBT-TherapeutInnen stellen wir uns in der therapeutischen Beziehung auch als leibliches Gegenüber zur Verfügung. Eine haltgebende, tragende Beziehung hat einen hohen heilenden Faktor. Wir beschäftigen uns in diesem Seminar mit den Bedingungen, die den Aufbau einer guten therapeutischen Beziehung im KBT-Verständnis fördern, wie Störungen der therapeutischen Beziehung verstanden und gemeistert werden können und wie wir Phänomene der Körperresonanz im Übertragungsgeschehen verstehen und für die eigene Affektregulation nutzen können.

Kursleitung: Christine Breitenborn

Datum: Freitag, 15.02.2019 bis Samstag 16.02.2019

Weiterbildung für Ärzte / -innen und Psychologen /-innen
„Grundlagen der Konzentrativen Bewegungstherapie“
Leitung: Dr. med. Johannes Schapperer (FA Psychosom.)
und Christine Breitenborn (Lehrtherapeutin DAKBT)
Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) ist eine erlebnisorientierte körperpsychotherapeutische Methode, die gut in einen tiefenpsychologischen Behandlungsprozess integriert werden kann. Wahrnehmung und Bewegung sind aktive Prozesse und werden als Grundlage des Denkens, Fühlens und Handelns diagnostisch und therapeutisch genutzt. Sinnesempfindungen und Erfahrung prägen vor dem Hintergrund der individuellen Lebens- und Lerngeschichte die Wahrnehmung von uns selbst und unseren sozialen Interaktionen. Durch die konzentrative Hinwendung auf das eigene Erleben im Hier und Jetzt – einfühlend und handelnd – werden Erinnerungen belebt, die sich körperlich in Haltung, Bewegung und Verhalten ausdrücken. Sie können bis in die präverbale Zeit zurückreichen.

Die Weiterbildungsreihe vermittelt eine theoretische und praktische Einführung in die KBT-Methode  mit Selbsterfahrungsanteilen, Vermittlung verbaler und nonverbaler Interventionstechniken, methodischem Vorgehen und Integrationsmöglichkeiten in einen OPD-basierten, psycho-dynamischen Diagnostik- und Behandlungsprozess.

WS 2017
17. / 18.11.2017
Fr 17.30 Uhr – 20.45 Uhr
Sa 09.30 Uhr – 17.30 Uhr insg. 12 Stunden ( a 45 Min)

SS 2018
20./ 21.4.2018
21.Fr 17.30 Uhr – 20.45 Uhr
Sa 09.30 Uhr – 17.30 Uhr insg. 12 Stunden ( a 45 Min)

WS 2018
16./17.11.2018
Fr 17.30 Uhr – 20.45 Uhr
Sa 09.30 Uhr – 17.30 Uhr insg. 12 Stunden ( a 45 Min)

SS 2019 17./ 18.05.2019
Fr 17.30 Uhr – 20.45 Uhr
Sa 09.30 Uhr – 19.00 Uhr  insg. 14 Stunden ( a 45 Min)

Die Methode ist als „weiteres Verfahren“ für die Zusatzbezeichnung Psychotherapie (TP) von der BLÄK anerkannt und beinhaltet die geforderten 25 Doppelstunden, sowie 50 Fortbildungspunkte.

Seit 2007 als Lehrtherapeutin des DAKBT Seminare in Deutschland, Österreich, Schweiz und der Slowakei
Gemeinsam mit meiner Kollegin Ulrike Schmitz aus Nürnberg insgesamt vier langfristige Selbsterfahrungsgruppen (240 Gruppenstunden)

2008 – 2009
2011 – 2012
2013 – 2015
2015 – 2017

Diese Gruppen sind sowohl für WeiterbildungskandidatInnen als auch für andere TeilnehmerInnen als längerfristige Selbsterfahrung geeignet. Die Bayerische Ärztekammer erkennt die Konzentrative Bewegungstherapie als weiteres Verfahren an. Von der Bayerischen Psychotherapeutenkammer können Fortbildungspunkte vergeben werden. Vor Beginn der jeweiligen Gruppe ist ein Einführungswochenende geplant. Dabei können Sie unsere Arbeitsweise und uns selbst persönlich kennenlernen. Vor dem Hintergrund unserer langjährigen klinischen Arbeitsfelder (Traumatherapie, Behandlung von Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen und chronischen Schmerz- und Somatisierungsstörungen) prägen die Erkenntnisse der neueren Säuglingsforschung, Bindungstheorien und Aspekte der Salutogenese unsere Grundhaltung. Neben der intensiven Selbsterfahrung zu diesen Aspekten der Methode wird gegen Ende auch eine methodische und theoretische Reflektion des Erlebten stattfinden. Voraussetzung für die Teilnahme als KBT-WeiterbildungskandidatIn sind die Beingungen der Weiterbildungsordnung sowie für alle TeilnehmerInnen ein persönliches Vorgespräch.

Schmerztherapie

2003 – Internationale Jahrestagung des DAKBT – „Es geht nicht mehr (so) weiter! – Wenn Schmerzen Grenzen setzen oder die Suche nach dem, was fehlt“

In unserer Zeit wird das Funktionieren in allen Lebensbereichen perfektioniert. Dadurch wird die Einschränkung der eigenen Leistungsfähigkeit wie ein Makel erlebt. Schamgefühle führen zum sozialen Rückzug, der passive Versorgungswünschen oder aggressive Forderungen erzeugt. Eine chronische Schmerzerkrankung stellt das bisherige Lebenskonzept der betroffenen Patienten „schmerzhaft“ in Frage. Welche seelischen Bedürfnisse verbergen sich hinter den unterschiedlichen Funktionen des Schmerzes? Wie kann es gelingen, die bisherige Lebensart wertzuschätzen und gleichzeitig in Frage zu stellen? Kann das Erleben der Begrenzung auch zur Neuorientierung werden? Dieses Seminar bietet Raum, um im gemeinsamen Experimentieren zusammenzutragen, wie die KBT Antworten auf diese Fragen geben kann, gemäß dem Leitsatz von Prof. Stolze „Wenn es so nicht (mehr) geht, wie geht es dann?“ Anstöße dazu liefern meine Erfahrungen aus einer Interdisziplinären Schmerztagesklinik.

Seit 2008 – „Somatoforme Störungen im Überblick – die spezifischen Ansätze der KBT für das Körpererleben und das Interaktionsverhalten“

Ein zentrales Charakteristikum somatoformer Störungen ist das anhaltende Klagen über Körperbeschwerden, für die sich in der organischen Untersuchung aber keine ausreichende Erklärung findet. Körperbeschwerden werden hier als „im Körper lokalisierte Formen des Körpererlebens“ verstanden (P. Henningsen et al). In der Klassifikation nach ICD-10 zählen dazu die Schwierigkeiten der Patienten, Möglichkeiten einer psychischen Ursache zu erwägen und ein daraus resultierendes Interaktionsverhalten. In dem Seminar wird erarbeitet, welche spezifischen Ansätze die KBT für das Körpererleben und das Interaktionsverhalten dieser Patienten bietet. Eigene Fallbeispiele der TeilnehmerInnen können eingebracht werden.

Schuld und Scham – Die besonderen Aspekte in der KBT-Behandlung

Ab 2010 habe ich regelmäßig im DAKBT und ÖAKBT Seminare zum Thema Scham und Schuld angeboten

Scham und Schuld betreffen unser Sein und unser Tun (M. Hirsch). Nicht selten entstehen innere Scham-Schuld-Dilemmata und erscheinen als unlösbare Konflikte. Die Inanspruchnahme psychotherapeutischer Hilfe stellt in der Regel an sich schon eine erhebliche Schamquelle dar. Es wird sichtbar, dass wesentliche Lebensbereiche alleine nicht bewältigt werden können. Patienten schämen sich dafür oder fühlen sich schuldig ob ihres Versagens. Wann ist ein Gefühl, schuldig zu sein die passende Antwort auf ein Fehlverhalten? Und wann blockieren unbewusste Schuldgefühle die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit? Scham und die Gewissensbildung haben entwicklungspsychologisch wichtige Funktionen. Die Scham ist die Hüterin des Selbst und der Selbstgrenzen, das Gewissen gestaltet unser menschliches Miteinander.

Scham- und Schuldgefühle sind gekennzeichnet durch ein hohes Ansteckungspotential. Scham maskiert sich meist, wird abgewehrt und transgenerational weitergegeben. Kein Affekt betont die interaktionelle Seite der therapeutischen Beziehung mehr als der Schamaffekt. Wie wirkt sich das im Übertragungsgeschehen der KBT-Behandlung aus? Hier sind die Patienten in ihrem Sein und Tun unmittelbar den Blicken der anderen ausgesetzt. In dem Seminar werden wir gemeinsam erarbeiten, welche Anforderungen Scham- und Schuldgefühle an die Arbeitsweise und die therapeutische Haltung von KBT-TherapeutInnen stellen. Dazu gehört der achtsame Umgang mit den eigenen Scham- und Schuldgefühlen der/des KBT-TherapeutIn.

Im Rahmen der Weiterbildungs-Sommerwochen des DAKBT gemeinsam mit meinen Kolleginnen Brigitte Eulenpesch und Ulrike Schmitz

2011 – „Grenzen überwinden – Grenzen stärken“ – Affekte dienen u. a. auch der Beziehungsregulation mit sich und anderen. Die Wahrnehmung und das Erleben der Affekte können einerseits auf sehr unterschiedlichen Ebenen blockiert sein, andererseits Patienten überfluten. Affektregulation bewegt sich zwischen den Polen Grenzen zu überwinden und Grenzen zu stärken. Welche Anforderungen sich daraus an die Wahl und die verbale Begleitung von KBT-Angeboten für die Einzel- und Gruppenarbeit ergeben, werden wir gemeinsam erarbeiten.

2015 – Werden Kinder nie erwachsen und bleiben Erwachsene “ewig jung”? (Seiffge-Krenke) – Lebensphasen in Bewegung

Die Identität eines Menschen enthält viele Komponenten – u.a. die Geschlechtsidentität, die ethnische Identität, die zeitliche Kontinuität des Selbsterlebens, die realistische Wahrnehmung des Selbst über Raum und Zeit hinweg und in unterschiedlichen sozialen Bezügen. Brüche in der Beziehung zum sozialen Umfeld labilisieren das Identitätserlebens – häufig Anlass für eine Therapie! In unserer modernen Welt haben sich der Bezug zum Körper und zu Krankheiten verändert, die gesamten Lebensphasen sind ineinander verschoben und die Generationsgrenzen verwischen. Identitätsentwicklung ist ein lebenslanger Prozess. In dem Kurs wollen wir gemeinsam erarbeiten, welche Antworten die KBT auf das Suchen nach den immer neuen Identitätsentwürfen geben kann und wie Identitätskrisen entwicklungsfördernd bewältigt werden können. Die eigene therapeutische Identität wird dabei immer mit berührt und kann eine bewusstere Stabilität erfahren.

2008 – Themengebundenes Supervisionswochenende – „Die KBT im interdisziplinären Team“

Vor allem in der stationären und tagesklinischen Behandlung arbeiten KBT-TherapeutInnen gemeinsam mit KollegInnen, die analytisch bzw. verhaltenstherapeutisch ausgebildet sind. In diesem Seminar werden die grundlegenden Unterschiede in der KBT-Arbeitsweise innerhalb eines analytischen bzw. eines verhaltenstherapeutischen Behandlungsteams herausgearbeitet. Dazu gehören methodische Überlegungen zur Konzeption von Gruppen- und Einzelbehandlungen, die klinikinterne Dokumentation der KBT-Behandlung sowie die Darstellung der Erfahrungen der PatientInnen innerhalb der Teambesprechungen. Dabei ist die Balance wichtig, wie sich die KBT einerseits als eigenständiges Therapieverfahren und andererseits als integrativer Bestandteil einer stationären bzw. tagesklinischen Behandlung darstellen kann.

Kraft schöpfen statt ausbrennen – Arbeitsbezogene Gesundheitsförderung mit KBT


Die Beziehungsgestaltung zu sich selbst und anderen ist entscheidend für die körperlich-seelische Gesundheit. Zwischenmenschliche Beziehungserfahrungen formen die neuroyale Struktur unseres Gehirns und steuern neuroendokrinologisch den Gesamtorganismus.

Die  Bedürfnisse des eigenen Organismus zu beachten, die persönlichen Grenzen auszuloten und in Beziehungen konstruktiv einzubringen, sind Grundvoraussetzungen für ein erfülltes Berufsleben.

Für alle Berufe ist die Notwendigkeit gewachsen, Methodendeo Stressregulation in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Wichtig ist es, Körpersignale frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Durch Übungsangebote zu arbeitsrelevanten Themen kann die Wechselwirkung von körperlichen Empfindungen, Gedanken und Gefühlen erfahren und verstanden werden.

Die Förderung kollegialen Austausches und gegenseitiger Unterstützung, deren Bedeutungsgehalt für die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz durch Studien belegt ist, werden Wesentliche Inhalte des Seminars sein.

Bornuout-Prophylaxe – Selbstfürsorge für therapeutisch Tätige

Lebendigkeit und Lebenslust – die Freude an der therapeutischen Arbeit und die Berufsrisiken der Therapeuten (2008) – Leitung: Christine Breitenborn und Roland Brückl (Lehrtherapeut DAKBT). Das Berufsrisiko der Psychotherapeuten kommt in den letzten Jahren zunehmend ins Blickfeld von wissenschaftlichen Untersuchungen. Eine Studie von Reimer et. al. zur Lebensqualität von Psychotherapeuten (Zeitschrift Psychotherapeut 2005,2) belegt u. a.: Die berufliche Beschäftigung mit Menschen, die entwerten, verleugnen, süchtig sind, destruktive Beziehungen führen, das Leben negativ sehen und Symptome von Depression, Hass, Angst und Perversion zeigen, kann sehr belastend für die Helfer sein und deren Lebensqualität mindern. Die wohl bekannten Übertragungsphänomene sind durch die Erforschung der Spiegelneuronen neurobiologisch erklärbar geworden. „In der therapeutischen Beziehung begegnen sich Menschen, deren Einstellungen und Erwartungen zu intuitiven Wahrnehmungs- und Spiegelungsabläufen führen, die den Behandlungserfolg stärker beeinflussen als manche therapeutische Maßnahme“ (J. Bauer). TherapeutInnen sind „Resonanzkörper“ und müssen sich zur Erhaltung ihrer empathischen Fähigkeiten und um Freude empfinden zu können, stets auf ihren Körper zentrieren. In diesem Seminar wollen wir die „Schatzkiste“ der Konzentrativen Bewegungstherapie (KBT) zum Selbsterleben psychotherapeutisch Tätiger durchforsten und Möglichkeiten zur Burnout-Prophylaxe aufzeigen.

Kursleitung: Dipl. Psych. Susanne Kollmar und Christine Breitenborn

2010 Internationale Jahrestagung DAKBT – Prävention mit KBT

Leitung: Christine Breitenborn und Susanne Kollmar (Dipl. Psych. KBT-Therapeutin). Ausgehend von unseren Erfahrungen aus Seminaren zur Burnout-Prävention werden wir einige Aspekte vorstellen, die uns für die KBT in der Prävention wichtig erscheinen. In der Prävention steht nicht die Störung im Vordergrund, sondern die Erhaltung von Gesundheit bzw. das frühzeitige Eingreifen in den Entstehungsprozess einer Krankheit. Im Workshop wird Raum sein für eigene Erfahrungen und es werden gemeinsam Anregungen für präventiv wirksame KBT-Angebote erarbeitet. Wir wollen ermutigen und Lust machen, die Möglichkeiten der KBT in der Prävention weiterzuentwickeln und neue Arbeitsfelder zu erschließen.

2015 Internationale Jahrestagung DAKBT – „…und wenn ich nicht mitkomme? Wenn ich anders bin?

Das bio-psycho-soziale Modell zur Gesundheits- und Krankheitslehre zeigt: Als „Kinder unserer Zeit“ sind wir im Spannungsfeld zwischen „Höher…schneller…weiter“ und dem zunehmenden Bedürfnis nach Spiritualität und Achtsamkeit. Zunehmend kommen Menschen in die KBT-Behandlung, die sich fragen: Will ich da noch mitmachen? Menschen, die sich schämen, wenn sie nicht mehr mitkommen. Junge Menschen, die sich nicht ins Leben trauen, Angst vor dem Scheitern haben. Und solche, die Lust haben etwas voranzubringen, die anderen voraus sein wollen und verunsichert sind: Ist das Ausdruck ihrer Gestaltungslust oder der Beginn eines Hamsterrad-Daseins? Diese Phänomene fordern eine therapeutische Haltung, die die Identitätssuche unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen versteht und fördert.

2012 – 2015 „Erfinde DEINEN eigenen Tanz“

Im Tanz kannst du frei werden. Tanzt der Körper, so tanzt auch die Seele. Du hast deinen eigenen Rhythmus, deine Bewegungsformen, deine Qualitäten. Du antwortest auf das, was von außen kommt oder spiegelst es. Du überlässt dich der Schwere und findest Leichtigkeit. Wo und wie setzt du Grenzen und was darf sich erweitern und erneuern? Wir arbeiten wie in der KBT mit Liegen-Sitzen-Stehen-Gehen. Jede/r für sich, zu Zweit, zu Mehreren und in der ganzen Gruppe. Die Medien sind Musik, Formen, Farben und Worte. Im Fokus steht das Entdecken und Erleben der eigenen Bewegung. Kursleitung: Renate Schwarze (Lehrtherapeutin DAKBT) – Christine Breitenborn

2012 – 2016 „Die therapeutische Beziehung in der KBT – Gindler-Arbeit mit Patienten und für sich selbst“

Übertragungsphänomene bilden sich in der therapeutischen Beziehung ab. Wesentlich ist, was ich von den Patienten sehe und höre und was ich selbst empfinde und fühle. Dies zu entschlüsseln und zu verstehen ist die Basis im therapeutischen Prozess. (Zitat Elsa Gindler: „Ich arbeite mit dem Menschen“). In der praktischen KBT-Arbeit wollen wir die eigene Erfahrbereitschaft fördern. So können wir angemessen auf Botschaften der Patienten reagieren und bei ihnen neue Erfahrungen anregen. Gleichzeitig vermitteln wir, wie wir uns selbst durch Gindler-Arbeit von den körperlichen Übertragungsphänomenen entlasten können. Wir arbeiten in Kleingruppen, sammeln Ergebnisse und reflektieren im Plenum. Kursleitung: Renate Schwarze (Lehrtherapeutin DAKBT) – Christine Breitenborn

Symposien des Weiterbildugskreises Psychosomatische Medizin und Analytische Psychotherapie e.V. MEDIAN Kliniken Bad Salzuflen

Bei den Jahreszahlen stehen die Tagungsthemen – darunter das jeweilige KBT-Angebot

2011 „Das schöpferische Prinzip – Neugier und Kreativität in der Psychotherapie“

Die schöpferische Kraft des Spiels (D. Winnicott)
Konzentrative Bewegungstherapie – Einführung
„Gerade im Spielen und nur im Spielen können das Kind und der Erwachsene sich kreativ entfalten und ihre ganze Persönlichkeit einsetzen, und nur in der kreativen Entfaltung kann das Individuum sich selbst entdecken“ (D. Winnicott). Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) – als tiefen­psychologisches und phänomenologisches körperorientiertes Psychotherapieverfahren – aktiviert durch eine tiefere Selbstwahrnehmung die Neugier der Patienten.
Durch KBT-Angebote werden das Bewegungserlebnis, die Handlungsebene und kreativ-symbolische Gestaltungen zu szenischen Erfahrungen vereint und der verbalen Reflexion zugänglich. So können eigene Bedürfnisse, Fähigkeiten und Spielräume bewusster werden und gleichzeitig gewohnheitsmäßige Einengungen, Verspannungen und ineffektive Handlungsmuster erkennbar werden. Dabei werden spielerisch oft verblüffende Lösungswege gefunden. Durch „Handeln auf Probe“ im geschützten therapeutischen Raum werden korrigierende Erfahrungen in der Beziehung zu sich selbst und anderen möglich.

2012 „lieben – leben – arbeiten… wie heute gesund bleiben?“

Was ist sinnvoll? Die eigenen Bedürfnisse im Spannungsfeld von: Was tun? Was lassen?
Einführung in die Konzentrative Bewegungstherapie
Aus Sicht der Salutogenese ist ein hohes Kohärenzgefühl (SOC) der beste Schutz für unsere Gesundheit: Wenn das Leben verstehbar, handhabbar und sinnhaft ist. Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre haben jedoch eine allgemeine Unsicherheit hervorgebracht, die auch vor unseren privaten und beruflichen Beziehungen nicht Halt macht. Oft ist es schwer zu unterscheiden, was zu tun oder eben zu lassen ist. Wo ist Anpassung vonnöten, und wo Abgrenzung? Das Diktat der „Selbstoptimierung“ wird zur Qual. Eventagenturen sollen Lebensfreude liefern. Viele Menschen leiden an Unter- und Überforderung gleichzeitig.
Die Konzentrative Bewegungstherapie – als tiefenpsychologisches und phänomenologisches körperorientiertes Psychotherapieverfahren – aktiviert durch Angebote zur Selbstwahrnehmung in Ruhe und Bewegung unsere sinnliche Erlebnisfähigkeit. So können eigene Bedürfnisse, Spielräume und Fähigkeiten bewusster werden, gewohnheitsmäßige Einengungen und Handlungsmuster sich verändern, damit wir klarer entscheiden können: Was ist sinnvoll?

2013 „Zauber im Wandel – Vielfalt oder Norm?“

Wandel ist Bewegung – Bewegungserlebnisse im Spannungsfeld von Struktur und Freiheit
Einführung in die Konzentrative Bewegungstherapie
Wahrnehmen – Bewegen – Denken – Sprechen bestimmen unser Erleben. Was geschieht beim „Wandeln“ zwischen diesen Ebenen? Auf jeden Fall Bewegung – wenn sie zum Erlebnis wird, vielleicht sogar Begreifen! In diesem Seminar können Sie die Gestaltkreislehre von V. v. Weizsäcker –wie sie von H. Stolze für die KBT angewandt wurde – für sich selbst entdecken. Bewegende Erfahrungen und Begreifen entstehen im Wechselspiel von Struktur und Freiheit.
Wir werden mit angeleiteten Bewegungs- und Erlebnisangeboten arbeiten. Gefördert wird dabei auch die Lust am Entdecken des eigenen Bewegungsspielraums. Sich diesem Prozess und seinen Grenzen immer wieder aufs Neue öffnen zu können, kommt Hesses „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ nahe. Die gegenwärtige Selbstwahrnehmung verändert die Wahrnehmung des anderen/der sozialen Umwelt. Umgekehrt wirken auch die Bedingungen der Umwelt/des anderen auf uns. Wie können in diesem Spannungsfeld neue Handlungsmuster entstehen? In einer methodischen Reflektion werden wir die Anwendungsmöglichkeiten der KBT erörtern – im Wandel zwischen Freiheit und Struktur.

2014 „Was BEGREIFEN wir? Körper, Sprache, Seele, Gehirn und… ???“

Wie Begreifen Bedeutung gewinnt
Einführung in die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT®)
„Begreifen“ ist im Verständnis der KBT etwas Umfassendes. Es beginnt mit dem Anspüren und Berühren der Struktur des eigenen Körpers, dem Erkunden von Gegenständen oder im nonverbalen Dialog mit anderen. Damit wird auch das Zeit- und Raumerleben angeregt. Über die körperliche und emotionale Bewegung kommt es zum Handeln, zum (Wieder)Erkennen und zur sprachlichen Symbolisierung. (H. Stolze: Gestaltkreis des Begreifens).
Durch KBT-Angebote werden szenische Erfahrungen ermöglicht, die durch Verknüpfung mit eigenen Gefühlen, Vorstellungen und Bildern aus der eigenen Lebensgeschichte eine persönliche Bedeutung gewinnen. Das ist eine Deutungsarbeit, die durch sinnhaftes Erleben noch vor dem Verbalisieren geleistet wird. Interessante neuere Anregungen zu den Grundannahmen der KBT ermöglichen die Konzepte der „Vergeistigung des Körpers“ (A. R. Damasio) und des „Gegenwartsmoments“ (D. N. Stern).
In diesem Seminar werden wir gemeinsam erkunden, wie das Verhältnis zwischen Empfindungen und Kognition erlebt werden kann und welche Bedeutung die Intersubjektivität im psychosomatischen Verständnis der KBT hat.

2015 „Wege aus der Hölle – Zwischen Großartigkeit und Verbundenheit“

Begegnung in Bewegung
Einführung in die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT®)
Zu den menschlichen Grundbedürfnissen gehört das stimmige Verhältnis zwischen Verbundenheit und Zugehörigkeit auf der einen Seite sowie Eigenständigkeit und Freiheit auf der anderen Seite. Unsere frühen Beziehungserfahrungen, besonders auch die Erfahrung von Bezogenheit und Distanzierung sind im impliziten Gedächtnis körperlich gespeichert. Sie wirken auf unser Beziehungserleben, auf unser Selbstbild und unsere Haltung zur Welt.
Die Konzentrativen Bewegungstherapie (KBT) ermöglicht über das körperorientierte Vorgehen Erfahrungen, die das Selbsterleben vertiefen und die Wahrnehmung des Gegenübers erweitern. Dies geschieht über KBT-Angebot zur Körperwahrnehmung in Ruhe und Bewegung sowie durch den experimentellen Umgang mit Gegenständen und über die Arbeit mit Bildern und Symbolen. Interaktive Erfahrungssequenzen und „Handeln auf Probe“ schaffen oft verblüffend neue Spielräume. Das unmittelbar Erlebte wird im anschließenden Gespräch reflektiert und eingeordnet.
Im Kurs werden Sie in Anlehnung an das Tagungsthema in der Begegnung mit sich selbst und den KollegInnen in wohldosierten Erfahrungsangeboten die Vorgehensweise der KBT kennenlernen und gleichzeitig eigenen Bedürfnissen nachgehen können.

KBT-Angebote für Lehrkräfte über den BLLV (Bay. Lehrerinnen- und Lehrerverband) – Wochenendseminare für Lehrerinnen und Lehrer

2006 – Zeit nehmen – Kraft schöpfen – Balance finden

„Wenn ich nur mal wieder Zeit für mich hätte….“ – bestimmt kommt dieser Gedanke auch Ihnen während des Schulalltags immer mal wieder in den Sinn. Dieses Wochenendseminar ist eine gute Gelegenheit, den Gedanken in die Tat umzusetzen. Angebote aus der Konzentrativen Bewegungstherapie (KBT) können Ihnen helfen, sich körperlich und seelisch zu regenerieren. Erstmal ankommen – Abstand vom Alltag gewinnen – behutsam angeleitet sich der bewussten Wahrnehmung des eigenen Körpers in Ruhe und Bewegung zuwenden. Im Loslassen kann die Erschöpfung wahrgenommen werden, aber auch Ressourcen wieder entdeckt werden und neue Kräfte entstehen. Durch die Arbeit mit den KBT-Gegenständen und im Dialog mit den anderen Seminarteilnehmern werden die eigenen Bedürfnisse und Grenzen spürbarer. Sie lernen, diese besser wahrzunehmen und achtsam in Ihren Alltag zu integrieren. Sie können dabei entdecken, welche äußere und innere Haltung Ihnen hilft, sich in Ihrer Haut wohl zu fühlen. Dabei spielt die Balance zwischen Nähe und Distanz und zwischen Geben und Nehmen eine große Rolle. Aufmerksam mit den Botschaften des eigenen Körpers umzugehen, fördert das Wohlbefinden in allen Lebensbereichen und beugt krankmachender Erschöpfung vor.An diesem Wochenende können Sie sich mit Neugierde und Lust auf die Suche machen nach Ihren ganz eigenen Quellen der Lebensfreude und damit Ihr Selbstvertrauen und Ihre Handlungskompetenz stärken.

2007 – Wenn der Körper mehr weiß…

Der Schulalltag erfordert Ihre ständige Präsenz und Aufmerksamkeit – in vielen Unterrichtsstunden am Tag, beim Korrigieren und beim Vorbereiten, in den Pausen, in den Konferenzen, in Schüler- und Elterngesprächen. Wir sind es gewohnt und erwarten, dass unser Körper dabei immer funktioniert. Fühlen wir uns müde und angespannt, sind nervös, schlechter Stimmung oder leiden unter Schmerzen oder Schlafstörungen, werden wir nicht selten sogar ärgerlich. Dadurch kann eine Stresserkrankung entstehen, bis hin zum Burnout. Belastungen sind unvermeidbar. Wenn wir uns jedoch von äußeren Einflüssen adäquat distanzieren können, wirkt dies positiv auf den gesamten Organismus. Die Botschaften unseres Körpers als hilfreiche Signale zu erkennen und die Fähigkeit zu stärken, sich ihm inmitten des größten Trubels achtsam zuzuwenden – das möchte Ihnen dieses Wochenendseminar vermitteln. Körperliche und seelisch-emotionale Empfindungen sind wechselseitig miteinander verwoben. Die neurobiologische Forschung bestätigt dies. Mit den Möglichkeiten der Konzentrativen Bewegungstherapie (KBT) können Sie mit Neugierde und Lust die „Spielregeln“ dieses Zusammenwirkens entschlüsseln und Ihre Selbstwahrnehmung verbessern. Ziele des Seminars sind das individuelle Gleichgewicht von innerer Ruhe und Kraft neu oder wieder zu finden, Ihre Handlungskompetenz zu stärken und – wie Hanne Seemann es nennt – Freundschaft mit dem eigenen Körper zu schließen. Wir brauchen ihn…

2008 – Wie Gesundheit entsteht – und erhalten bleiben kann

In dem Konzept der Gesundheitsentstehung (Salutogenese) spielt das Kohärenzerleben eine entscheidende Rolle. Mit Kohärenzerleben ist das Grundgefühl oder die Grundsicherheit uns selbst und der Welt gegenüber gemeint. Es bestimmt, ob wir körperlich und geistig gesund bleiben bzw. im Erkrankungsfall möglichst komplikationslos wieder gesund werden oder nicht. Wenn wir unser Leben ausreichend verstehen und beeinflussen können und wenn wir unser Tun als bedeutsam erleben, haben wir ein hohes Kohärenzgefühl. Dazu zählt auch, in unseren sozialen Beziehungen Halt und Unterstützung ausgewogen finden und geben zu können. Eine der Voraussetzungen für ein starkes Kohärenzgefühl stellt unsere sogenannte Basisidentität dar. Darunter versteht man die Art und Weise, wie wir selbst unseren Körper erleben, seine Botschaften verstehen und mit ihnen umgehen. Im Sinne der Salutogenese kann man Gesundheit nicht herstellen, man kann nur für Bedingungen sorgen, unter denen sie eher gedeiht. In diesem Seminar können Sie die unterschiedlichen Erlebensweisen der körperlichen Grundhaltungen Sitzen-Liegen-Stehen-Gehen durch Angebote der Konzentrativen Bewegungstherapie auf eine neue Art und Weise erfahren. Durch die Beschäftigung mit diesen Grundhaltungen, mit denen wir lebenslang unseren Alltag gestalten, stärken wir unsere Basisidentität – eine der Grundvoraussetzungen für das bestmögliche Gleichgewicht, in dem Gesundheit gedeihen kann.

Gesundheitstage 2008

Wirkung und Präsenz im Lehrerberuf – Gesundheit durch wirkungsvolles Auftreten
Identität durch Achtsamkeit und Körpererleben
Unser Körper bringt Gedanken und Gefühle zum Ausdruck. Um präsent und wirkungsvoll sein zu können, bedarf es sowohl der inneren Zentrierung wie der äußeren Bewegung. Wesentlich dabei ist die Authentizität. In diesem Seminar können Sie durch das Erforschen des eigenen Körpererlebens Ihre persönliche Präsenz stärken. Weil jeder anders ist, erfahren Sie im gegenseitigen Austausch die Vielfalt und Gleichwertigkeit der individuellen Art. Mit diesen Anregungen wird es möglich, Ihr Auftreten im Schulalltag gezielter zu gestalten.

Ab 2012 Coaching für Referendare und Referendarinnen (Ausschreibung über den BLLV)

Die Klasse tobt, Eltern nörgeln über den Unterricht, der Kollege ist vergrätzt: Das Referendariat hat begonnen und nun heißt es, sich den Herausforderungen des Alltags zu stellen. Damit unter solchen Umständen die Motivation nicht verloren geht, bietet die BLLV-Akademie Coaching-Gruppen an. Unter Anleitung speziell geschulter Moderatorinnen besprechen die Teilnehmer ihre Probleme und erarbeiten Lösungsstrategien. Wer als Referendar seinen Dienst antritt, geht mit Schwung an die Sache heran. Der eigene Anspruch ist hoch, die Hürden des Alltags sind es aber auch. Lehrer zu sein bedeutet nicht nur, Kinder zu fördern und sie gut zu unterrichten. Lehrer zu sein, bedeutet vor allem auch, Beziehungen zu gestalten – zu Schülern, Eltern, Kollegen und Vorgesetzen und zu sich selbst.

Die innere Balance halten

Wie gehe ich mit Konflikten am Arbeitsplatz um? Wie finde ich einen Ausgleich zwischen meinen eigenen Ansprüchen und den tatsächlichen Möglichkeiten? Wie schaffe ich die Balance zwischen Beruf und Privatleben? Wie soll meine Beziehung zum Betreuungslehrer gestaltet sein? Die Mitglieder der Coaching-Gruppe besprechen bei ihren regelmäßigen Treffen die Themen, die ihnen gerade unter den Nägeln brennen. Innerhalb eines Jahres treffen sie sich zehnmal, um sich auszutauschen. „Referendare sind ganz besonders belastet. Sie sind Lernende und Lehrende zugleich“, sagt Christine Breitenborn. Sie wollen sich selbst ausprobieren, brauchen aber noch Führung. In diesem Geflecht aus eigenen und fremden Ansprüchen ginge oftmals die innere Balance verloren und langfristig drohe die Gefahr eines Burn-Outs.

Eigene Grenzen anerkennen und vertreten

Die eigenen Grenzen zu kennen, sie sich selbst einzugestehen und gegenüber anderen zu vertreten, kann aber zu Konflikten führen. „Konflikte sind normal. Man sollte keine Angst vor ihnen haben“ sagt die erfahrene Therapeutin. „Wichtig ist, zwischen den eigenen Anteilen am Konflikt und denen der anderen angemessen unterscheiden zu lernen.“ Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen unter anderem Burn-Out, Depressions- und Angsterkrankungen. Breitenborn ist eine der Moderatorinnen der Coaching-Gruppen speziell für Referendare. In diesem geschützten Kreis erleben die Teilnehmer, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind. „Jeder hat mit schwierigen Schülern und Situationen zu kämpfen. Man kann hier die Solidarität der anderen spüren“, sagt Breitenborn. In den Coaching-Gruppen unterstützten sich Referendare gegenseitig. Sie können dort untereinander ein Netzwerk knüpfen, das über das Ende der Treffen hinaus halten kann. Ihr Referendariat hat begonnen; Sie starten in Ihr Berufsleben als Lehrerin/Lehrer! In dieser besonderen Situation bieten wir Ihnen die Teilnahme an einer Coaching-Gruppe an, um den spezifischen Belastungen im Lehrerberuf zu begegnen. Vor allem die Beziehungsgestaltung zu Schüler/innen, Eltern, Kolleg/innen und auf Schulleitungsebene stellt hohe Anforderungen an Ihre persönliche Einstellung im Schulalltag. Die gemeinsame Reflektion und Diskussion von Verhaltensweisen, Kommunikationsformen und Konfliktstrategien sind Teil professionellen Arbeitens in „Beziehungsberufen“. Dies wird erreicht durch den regelmäßigen, ehrlichen und vertrauensvollen Austausch in der Coaching-Gruppe, die sich ca. zehnmal während eines Schuljahres trifft. Die Referentin hat langjährige Erfahrung als Leiterin von Coaching-Gruppen und in der Betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Die Teilnahme an der Informationsveranstaltung ist unverbindlich.

Bundesweite Aktionstage des DAKBT vom 6. bis 21. Oktober 2007 – „Stress ist nicht zu vermeiden – seine krankmachenden Folgen schon!“

Mitglieder des Deutschen Arbeitskreises für Konzentrative Bewegungstherapie (DAKBT) bieten bundesweit über 100 Veranstaltungen an. Das bundesweite Programm finden Sie unter www.dakbt.de

In meiner Praxis finden zwei Veranstaltungen statt. Im Rahmen der Bundesweiten Aktionstage ist die Teilnahme an diesen Veranstaltungen kostenfrei – erforderlich ist allerdings unbedingt Ihre Anmeldung (begrenzte Teilnehmerzahl).

Oktober 2007, 19.30 bis 21.00 Uhr
Vortrag: „Über den Zusammenhang von Stress- und Beziehungserleben“
Nach den Ergebnissen der neurobiologischen Forschung beeinflusst unser Beziehungserleben positiv regulierend oder negativ verstärkend unsere Stressbewältigung. Dazu gehören sowohl die Beziehung zu uns selbst (Körper-Geist-Seele) als auch unsere persönlichen und beruflichen Beziehungserfahrungen. In diesem Vortrag werde ich den Zusammenhang verdeutlichen und die Möglichkeiten der KBT aufzeigen, positiv regulierend auf die Belastungen des alltags Einfluss nehmen zu können.

Oktober 2007, 18.00 bis 20.00 Uhr
Nur noch genervt? Kurzvortrag und Möglichkeit zur persönlichen Stressanalyse

Stress ist nicht zu vermeiden – ist er nach eigener Einschätzung zu bewältigen, so wirkt er sogar aktivierend und fördert die Selbstentwicklung. Wesentlich ist die Balance zwischen Belastung und Entlastung. Ist sie aus dem Gleichgewicht geraten, können stressbedingte Erkrankungen entstehen. Die biologische Reaktion auf Belastungen (Stress) ist von Person zu Person unterschiedlich. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Thematik haben Sie Gelegenheit unter Anleitung und mit den Mitteln der KBT ihre persönliche Stresssituation zu analysieren und erste Schritte zur Veränderung zu erkennen.

Deutscher Schmerzkongress 2004 – Qualität in Forschung und Praxis – Voraussetzung für eine effektive Schmerztherapie

Leipzig, 6. bis 10. Oktober 2004

Praktikerseminar
Konzentrative Bewegungstherapie (KBT)
Christine Breitenborn, Therapeutin für Konzentrative Bewegungstherapie
Städtisches Krankenhaus München-Harlaching
Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Sanatoriumsplatz 2, D – 81545 München
Erfahrungen aus Patientengruppen über das KBT-Angebot

„Wahrnehmen von Gegensätzen“

Wenn sich Schmerzen durch medizinische, medikamentöse und krankengynmastische Behandlungen nicht ausreichend beeinflussen lassen und sich zu einer chronischen Schmerzerkrankung entwickeln, muß dies als bio-psycho-soziales Geschehen verstanden werden.

Die Angst der Patienten, ihre Schmerzen seien „nicht echt“, wenn sie von psychischen und/oder sozialen Belastungen beeinflusst werden, ist ernst zu nehmen. Gleichzeitig ist es wichtig, die gegenseitige Beeinflussung von körperlichen und psychischen Zusammenhängen anhand von Alltagsbeispielen zu verdeutlichen (Herzklopfen vor einer Prüfung, Schmetterlinge im Bauch beim Verliebtsein. Umgangssprache: Mir läuft eine Laus über die Leber! Es ist zum aus der Haut fahren! Mir sitzt etwas im Nacken!)

Von der Fixierung (somatisch fixiertes Krankheitsverständnis) zum Wahrnehmungsraum zwischen zwei Polen
Anerkennung der individuellen Unterschiedlichkeit wirkt selbstwertstabilisierend
Lustvolles (Wieder-)Entdecken neuer Wahrnehmungsqualitäten anstelle der leistungsbezogenen Bewertung (Fähigkeit zur Ambivalenz)
Anleitung zur schmerzunabhängigen Selbstwahrnehmung über den Kontakt (Beziehung) zu selbstgewählten Gegenständen („Üben ohne Übung“ nach Stolze)
Sinneswahrnehmungen, Empfindungen und dadurch ausgelöste Gefühle in Worte fassen können (Symbolisierungsebene von Körper, Bildern, Handlung und Worten – E. Schmidt)
Interesse erleben an den eigenen Art, sich und die Umgebung wahrzunehmen, fördert die Bereitschaft zum Dialog
Differenzierung („für mich ist es so, für den anderen kann und darf es anders sein) ohne Angst vor Beziehungsabbruch
Patientenrückmeldungen nach den ersten KBT-Stunden

Es hat sich bewährt, die anfängliche Skepsis der Patienten bewusst anzusprechen und sie schon in den ersten Stunden zu einer „Selbst-Deutung“ über den von ihnen vermuteten Sinn meiner KBT-Angebote zu animieren:

Sich abgrenzen lernen
In sich hineinhören können
Sich mehr zutrauen
Nicht immer nur für die anderen da sein
Das Eigene ernster nehmen
Sich für das Gute entscheiden können
Patientenrückmeldungen am Ende einer 6-wöchigen KBT-Gruppe

(insgesamt 12 KBT-Stunden)

Die Frage, was für sie hilfreich war, hat eine Patientengruppe am Ende einer

6-wöchigen Therapiegruppe mit folgenden Aussagen beantwortet:

Freiräume lassen
Neugier wecken
Neue Erfahrungen sammeln dürfen
Nicht belehrend
Sich verstanden fühlen
Einfühlungsvermögen, Ehrlichkeit und Wärme erleben
Spielerisches Hinführen zum Selbsterkennen
Eine Atmosphäre, in der man ohne Scheu von sich erzählen kann
Weitere Grundthemen zur KBT-Behandlung von chronischen Schmerzen Salutogenetische Aspekte (nach A. Antonovsky): Kohärenzgefühl entsteht durch Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit im Lebensvollzug. Ein unge­nügend ausgeprägtes Kohärenzgefühl kann bei fehlender affektu-sensomotorischer Basisidentität ursächlich für die Entstehung der chronischen Schmerzerkrankung sein. Ebenso können psycho-soziale Belastungen (Trennung, Verlust) das Kohärenzgefühl bedrohen und zum unkontrollierbaren Stressempfinden führen.

KBT-Angebote dazu: Liegen als aktiv erlebbares Geschehen. Die Erfahrung des Bodens – zwischen Schwerkraft und Aufrichtekraft. Arbeit an Händen (Geben und Nehmen) und Füßen (Hinwendung und Distanzierung). Arbeit am Körperdialog (Unterstützung bieten – Unterstützung nehmen). Erfahrungen des Berührtwerdens im tonischen Dialog (strukturierte Anleitung zum Erleben der Körpergrenzen)

Veränderung der negativen Auswirkungen auf den Chronifizierungsprozeß (einseitige Selbstwertstabilisierung durch Leistung, Schmerz statt Affekt, Krankheitsgewinn, Schmerz als „Partnerersatz“ etc.)
KBT-Angebote dazu: Das Gestalten des eigenen Platzes, seiner Grenzen. Erproben des Bewegungsspielraums auf dem eigenen Platz. Arbeit am Stehen – am eigenen Standpunkt. Stimmung durch Töne (erzeugt mit Gegenständen) mitteilen lernen. Die Gruppe als Beziehungsfeld – korrigierende emotionale Erfahrungen. Aktivierung der Bewegungslust.
Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung (Bindungsverhalten und Abwehr). Um der Beziehungsfalle von Idealisierung und Entwertung zu entgehen: Entschlüsseln der Botschaft „Ich habe Schmerzen – nimm sie mir!“ als Bedürfnis von „Ich habe etwas verloren – hilf mir, es wiederzufinden.“ Es ist wichtig, sich als Therapeut über die enge Beziehung des Patienten zu seinem Schmerz bewusst zu sein. Eine neue Beziehungsachse Patient-TherapeutIn kann nur neben dieser bestehenden Beziehung heranwachsen und nicht in Konkurrenz zu ihr (R. Brückl)
Neurobiologische Forschungen reaktivieren das Modell der Alexithymie. Unlusterfahrungen werden nicht psychisch wahrgenommen sondern körperlich.
Die Grundthesen der KBT in der Behandlung von chronisch Schmerzkranken finden ihre Entsprechung im Satz von Thure von Uexküll, dem Begründer der bio-psycho-sozialen Medizin: „Therapie heißt Antworten geben,die dem Patienten zeigen,dass die Zeichen, die er auf einer körperlichen, psychischen oder sozialen Ebene sendet, verstanden werden.

Kraft schöpfen statt ausbrennen – Arbeitsbezogene Gesundheitsförderung mit KBT
Die Beziehungsgestaltung zu sich selbst und anderen ist entscheidend für die körperlich-seelische Gesundheit. Zwischenmenschliche Beziehungserfahrungen formen die neuroyale Struktur unseres Gehirns und steuern neuroendokrinologisch den Gesamtorganismus.

Die  Bedürfnisse des eigenen Organismus zu beachten, die persönlichen Grenzen auszuloten und in Beziehungen konstruktiv einzubringen, sind Grundvoraussetzungen für ein erfülltes Berufsleben.

Für alle Berufe ist die Notwendigkeit gewachsen, Methodendeo Stressregulation in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Wichtig ist es, Körpersignale frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Durch Übungsangebote zu arbeitsrelevanten Themen kann die Wechselwirkung von körperlichen Empfindungen, Gedanken und Gefühlen erfahren und verstanden werden.

Die Förderung kollegialen Austausches und gegenseitiger Unterstützung, deren Bedeutungsgehalt für die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz durch Studien belegt ist, werden Wesentliche Inhalte des Seminars sein.

Kursleitung: Dipl. Psych. Susanne Kollmar und Christine Breitenborn

Die Fortbildung kann von Unternehmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung auch zu anderen Terminen gebucht werden.

Fortbildungspunkte bei der Psychotherapeutenkammer können bei Bedarf beantragt werden.

Das Seminar ist anrechenbar als Vorerfahrung zur Weiterbildung im DAKBT

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